Plätze am Notausgang im Flugzeug

Wem im Flugzeug der enge Platz stört, geht bei Einsteigen mit einem neidischen Blick durch die Business Class. Größere Sitze mit mehr Beinfreiheit. Das wünschen sich viele von uns auch im hinteren Bereich der Flugkabine. Sie haben Glück! Denn diese Plätze gibt es dort tatsächlich. Die Rede ist von den Plätzen am Notausgang im Flugzeug.

Wer jedoch die Plätze am Notausgang für sich in Anspruch nehmen möchte, sollte mit hohen Gebühren rechnen. Denn in den letzten Jahren haben viele Airlines nicht nur für Getränke, Snacks und Gepäck, sondern auch für den Sitzplatz am Notausgang Gebühren erhoben.

Wer darf am Notausgang sitzen?

Wenn Sie glauben, dass jeder am Notausgang sitzen darf, haben Sie sich getäuscht! Denn es gibt Bedingungen, die eingehalten werden müssen. So gilt es zum Beispiel bei der Lufthansa, dass der Passagier mindestens 16 Jahre alt sein muss. Zudem muss er fähig sein, der Crew in einem Notfall an die Hand zu gehen. Air Berlin geht sogar so weit, dass der Passagier im Notfall die Notausgangstür öffnen kann. Darauf wird bei Zuweisung der Sitze besonders geachtet.

Generell gilt es, dass der Passagier körperlich keine Einschränkungen vorweist oder in Begleitung einer Person reist, die seine Hilfe benötigt. Auch darf er kein Haustier im Handgepäck haben und er muss der deutschen oder englischen Sprache mächtig sein, um die Crew zu verstehen.

Kein Handgepäck im Fußraum!

Sollten Sie sich einen der Plätze am Notausgang ergattert haben, freuen Sie sich nicht zu früh! Natürlich haben Sie jetzt genug Beinfreiheit und nichts stört Sie. Doch genau darin liegt das Problem. Denn in dem Fußraum darf aus Sicherheitsgründen kein Handgepäck stehen. Das bedeutet, dass Sie Ihre persönlichen Gegenstände in die Gepäckaufbewahrungsklappen oberhalb der Sitzplätze verstauen müssen. Dies kann für einige Passagiere nervenaufreibender sein als ein geringer Platzmangel im Fußraum.

Andere Plätze bieten auch ihre Vorteile

Sollten Sie hohe Gebühr für Ihren Sitzplatz meiden wollen, können Sie sich den Platz in der ersten Reihe hinter dem Cockpit bzw. der Business Class sichern. Dort haben Sie nicht nur mehr Fußraum, sondern auch keinen nervigen Vordermann, der seinen Sitz aus dem Nichts heraus nach hinten klappt. Leider werden diese Plätze meist schnell an Mütter mit ihren Kleinkindern vergeben. Sitze vor Türen und Notausgängen sollten Sie jedoch besser meiden. Denn dort lassen sich die Sitze nicht zurückklappen. Dies gilt auch für die letzte Reihe in der Flugkabine.

Die Reservierung der Sitzplätze kann Sie im Übrigen zwischen 10 und 60 Euro kosten. Der Preis ist jedoch von Fluggesellschaft und Strecke abhängig. Je nach Art des Sitzplatzes können Sie so einiges extra zahlen. Der Grund für die Kosten liegt laut Airlines an dem zusätzlichen Aufwand für den Reservierungsvorgang.

Wenn Sie Glück haben, werden Sie beim Check-in kostenlos auf den beliebten Notausgang gesetzt und sparen sich den Aufpreis. Wir drücken die Daumen!